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Warum unser Museum einzig auf der Welt ist

Unser Museum ist gleich nach dem Bau der Mauer (13. August 1961) gegründet und am 19. Oktober 1962 eröffnet worden. „So nahe wie möglich am Unrecht sein, dort entfaltet sich die menschliche Größe am stärksten.“ – sagte der Gründer unseres Museums Dr. Rainer Hildebrandt. So kam er an den Checkpoint Charlie, um durch das Museum seinen Protest gegen die Mauer zum Ausdruck zu bringen und den Hilfesuchenden zu helfen. Das Museum wuchs mit der Zeit, trug zum Fall der Mauer bei. Das Museum hat die Geschichte mitgeschrieben.

Durchschaut die Uniform!

Eine erste Ausstellung war in einer 2 1/2-Zimmer-Wohnung. Wir appellierten an die Touristen den Grenzsoldaten dankbar zu sein, die nicht gezielt feuern: „Durch schaut die Uniform!“ Mancher der Grenzsoldaten wusste sich verstanden und kam nach seiner Flucht und wurde Mitkämpfer.

Der Besucherandrang ermutigte uns, nach neuen Räumen zu suchen: Am 14. Juni 1963 wurde das „Haus am Checkpoint Charlie“ eröffnet und zu einer Insel der Freiheit im letzten Gebäude direkt vor der Grenze. Hier konnten Fluchthelfer durch ein kleines Fenster alle Bewegungen am Grenzübergang beobachten. Hier waren Geflüchtete stets willkommen und wurden unterstützt. Hier wurden Fluchtpläne ausgedacht und immer gegen das Unrecht in der DDR gekämpft.

Zeugnisse gelungener Fluchten

Befreundete Fluchthelfer brachten uns Heißluftballons, Fluchtautos, Sessellifte, ein Mini-U-Boot. Aktivisten im Widerstand verdanken wir ein unter Lebensgefahr abgebautes Selbstschussgerät sowie ein Mauerstück der Rohrauflage – herausgeschlagen von „Mauerläufer John Runnings“.

Weltweiter gewaltfreier Kampf für Menschenrechte

Auch dürfen wir uns das erste Museum des internationalen Gewaltfreien Kampfes nennen. Über hundert Militärmuseen gibt es in der Welt. In einer Epoche wachsender Verantwortlichkeit für unseren Heimatplaneten werden sicher noch weitere Museen des internationalen Gewaltfreien Kampfes entstehen. „Die Welt ist so gut gebaut, dass es gegen jedes Unrecht stärkere, es bezwingende Gegenkräfte gibt. … In allem Unrecht dauert das Recht fort, in aller Unwahrheit die Wahrheit, in allem Dunkel das Licht.“  – Worte von Mahatma Gandhi.