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Flucht macht erfinderisch

Über 5000 Menschen gelang zwischen 1961 und 1989 die Flucht über die Mauer. Um das ständig perfektionierte DDR-Grenzsicherungssystem überwinden zu können, mussten die verwendeten Hilfsmittel immer ausgefeilter werden. Zahlreiche von ihnen fanden den Weg in das Mauermuseum – Museum Haus am Checkpoint Charlie. So zum Beispiel mehrere umgebaute Autos, ein Mini-U-Boot, von dem sich ein Flüchtling durch die Ostsee ziehen ließ, Heißluftballons und selbstgebaute Motordrachen.

Ausführlich sind die zahlreichen Fluchttunnels dokumentiert. Durch dessen erfolgreichsten gelang im Oktober 1964 an zwei Abenden insgesamt 57 Personen die Flucht nach West-Berlin. Neben zahlreichen Fotos des ca. 140 Meter langen Stollens, an dem mehrere Monate lang gebaut wurde, ist auch der Wagen zu sehen, mit dem die Erdmassen transportiert wurden. Wir verdanken ihn einem der Fluchthelfer, Reinhard Furrer, später einer der ersten Deutschen im All, der 1995 bei einem Flugzeugabsturz tödlich verunglückt.