Freiheit
In allen Zeiten bleibt die Freiheit das höchste Gut
Mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989 wurde ein totalitäres System bezwungen. Der Geist der Freiheit war stärker als der Zynismus der Macht.
Die Wertorientierung haben sich durch die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen gewandelt, und wir nehmen es so selbstverständlich hin, dass wir frei sind. Durch die Globalisierung und die zunehmende Geschwindigkeit der Lebensabläufe bleibt immer weniger Zeit für einen Rückblick.
Verdrängung der Vergangenheit und Unterschätzung der Realität führen dazu, dass die ehemaligen Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes der DDR die Deutungshoheit über die zweite deutsche Diktatur übernehmen wollten, dass die Nachfolgeparteien der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), die PDS wie auch die Linken salonfähig geworden sind.
„Den Sprachgebrauch verbessern“
Heute erfordert das Thema der Auseinandersetzung mit der Geschichte des himmelschreienden Unrechtes an den Deutschen zwischen Elbe und Oder weniger Taktik und mehr Mut zur Wahrheit. Wahrheit ist aber nicht nur eine Sache der Wahrheitsliebe, sondern des erarbeiteten Verstehens.
Um dieses Verstehen zu bewirken, müssen wir den Tatsachen in die Augen schauen und sie beim Namen nennen. Als der chinesische Weise Konfuzius einmal gefragt wurde, was er zuerst tun würde, wenn er ein Land zu reformieren hätte, sagte er: „Ich würde den Sprachgebrauch verbessern.“ Seine Zuhörer schauten ihn verwundert an. Er erklärte: „Wenn die Sprache nicht stimmt, ist das, was gesagt wird, nicht das, was gedacht ist. Ist aber das, was gedacht wird, nicht das, was gesagt wird, so kommen die Werke nicht zustande.“
Die Geschichte wird uns immer wieder in Situationen bringen, die wir nicht vorhersehen können. Aber selbst wenn es uns nicht immer bewusst ist, in allen Zeiten bleibt die Freiheit das höchste Gut.